3.-9. Dezember 1984. Kuchenzeit.

Es wird kälter. Ich lerne die „Oma“ schätzen. Die „Oma“ ist ein Schlauch aus gestrickter Kunstwolle, den man sich wie eine Babuschka über den Kopf ziehen kann oder wie einen Schal um den Hals oder wie ein Stirnband trägt. Eine sehr praktische Erfindung. Auch die wattierte Winterfelddienstuniform gefällt mit immer besser. Besonders praktisch sind die Taschen, in denen man manche Dinge, die nicht erlaubt sind, am „Spieß“ (Hauptfeldwebel, auch „Mutter der Kompanie genannt) vorbei ins Zimmer schmuggeln kann.

Wir essen jeden Abend Kuchen. Einer aus dem Zimmer hat aus dem Ausgang eine Flasche Rotwein mitgebracht, die wir am nächsten Abend zusammen trinken.

Am Sonnabend lassen wir sogar das Essen stehen, denn es sind neue Pakete angekommen.