Heute werde ich 20. Und hier war heute „Bauen unter gefechtsmäßigen Bedingungen“ angesagt. Wir mussten mit Gasmaske zur Baustelle marschieren und der Hauptmann hat sich einen Spaß daraus gemacht, eine Tränengasgranate in die Kolonne zu werfen. Ich hatte schon vor einiger Zeit das Ventil von meiner Gasmaske ausgebaut, um besser Luft zu bekommen. Heute erwies sich das als nicht so gute Idee. Ich hatte das Gefühl, ersticken zu müssen. Ich konnte mir natürlich nichts anmerken lassen, sonst hätte ich eine Strafe riskiert. So ein Mist auch!
Auf der Baustelle mussten wir dann mit Stahlhelm schaufeln. Ich habe mit Karsten einen Parkplatz angelegt – Schotter ohne Ende. Der Hauptmann kam alle Nasen lang, um zu kontrollieren, das wir weder den Helm absetzen noch die Uniformjacke ablegen. Es war sehr warm. Noch mehr Mist! Wir machen immer Witze über den Schotter, weil er aus Schlema kommt, von wegen „Einmal daraufsetzen und du musst dir keine Sorgen über Fruchtbarkeit mehr machen.“

Nach Feierabend gab es noch eine schöne Überraschung: Ich bekam Besuch von Mutter und von meiner Freundin! Stephan, Thilo und Johann-Georg haben sich mit herausgeschlichen. Es gab Kuchen. Nur mit Küssen war nicht viel möglich. Und die Besuchszeit ging auch nur bis 19 Uhr. DIe beiden mussten aber auch wieder zurück. So gab es wenigstens ein gutes Ende des schlimmsten aller meiner Geburtstage.