12. März 1985. Allein.

Die Verlegung fand heute Morgen in aller Herrgottsfrühe statt, Abfahrt ist um 5 Uhr. Ich bin kurz aufgestanden, um mich wenigstens von Tilo und Frank zu verbschieden. Auf der Lkw-Pritsche bis Bärenstein, bei nur ein paar Grad über Null – ich beneide niemanden. Die Unteroffiziere sitzen natürlich im warmen Fahrerhaus. Aber die beneide ich schon gar nicht.

Das Zimmer ist leer. Vielleicht werden wir irgendwie zusammengelegt. Vielleicht habe ich Glück und komme mit ein paar Leuten zusammen, mit denen ich gut auskomme.

Nachmittag erfahre ich, dass mein Urlaubsantrag abgelehnt ist. Ich kann doch nicht weg sein, wenn meine Schwester konfirmiert wird! Ich muss morgen einen Termin beim Kompaniechef beantragen. Zum Heulen gehe ich heute aufs Klo.