12.-16. Dezember 1984. Alltag.

Ein Tag ist wie der andere.

06:00 Wecken

06:05-06:20 Frühsport

06:20-06:50 Waschen, Stuben- und Revierreinigung

06:50-07.15 Frühstück

07:15-07:30 Freizeit

07:30-07:40 Morgenappell

07:40-10:00 Arbeit

10:00-10.15 Pause mit Tee

10:15-12:00 Arbeit

12:00-13:00 Pause mit Mittagessen

13:00-15:00 Arbeit

15:00-15:10 Pause mit Tee

15:00-16:20 Arbeit

16:20-16:50 Waschen, Stuben- und Revierreinigung

16:50-17:00 Abendappell mit Postausgabe. Dauert oft länger, was diejenigen ärgert, die danach in den Ausgang dürfen.

17:00-17:15 Freizeit

17:15-17:35 Abendbrot

17:35-18:00 Stubendurchgang. Dauert oft länger, vor allem, wenn der „Spieß“ durch die Zimmer geht.

18:00-21:45 Freizeit

21:45-22:00 Waschen, Stuben- und Revierreinigung

22:00-06:00 Nachtruhe

An Sonnabenden ist nach dem Mittagessen eine Stunde „große Stuben- und Revierreinigung“, danach ist Freizeit. Außer, es fällt ihnen etwas ein, etwa, dass das Marschieren nicht geklappt, dann wird marschieren geübt oder bei der Abnahme der Stuben- und Revierreinigung ist ein Scheuerlappen im Bad liegengeblieben, dann wird das Badwischen geübt. Je nachdem muss ein einzelner, eine Zimmerbesatzung oder ein Aufgang daran glauben, obwohl Gruppenbestrafungen eigentlich nicht erlaubt sind. Das führt dann dazu, dass die Gruppe sich selbst bzw. gegenseitig diszipliniert: Halte du deinen Spind in Ordnung, damit ich nicht in der Freizeit die Wiederholung des Stubendurchgangs ertragen muss.

An Sonntagen wird erst um 7 geweckt, dafür darf man an Sonnabenden bis 23 Uhr aufbleiben. Frühsport gibt es an Sonntagen auch nicht. Nur Bahnentladungen können immer kommen.